Corporate Design

Warum ein Corporate Design? Kurz: um den Unter­schied des einen zu den anderen sicht­bar zu machen. Je deut­licher sich ein Unter­nehmen zu be­stimm­ten Werten bekennt, desto weniger Worte sind not­wendig, um zu signali­sieren, was seine Pro­dukte oder Dienst­leis­tungen aus­zeich­net, welches Quali­täts­niveau es reprä­sen­tiert und welchen Publi­kums­kreisen es zuzu­ordnen ist. Dabei muss die (äußer­liche) Form in höchst­mög­licher Kon­gru­enz zu dessen tat­säch­lichen Werten und Quali­täten stehen. Ein »Zuviel« ist genauso schlimm wie ein »Zuwenig«. Das Krite­rium heißt »Ange­mes­sen­heit«.

Trotz einer nie da gewe­se­nen Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tio­nen kann man, als Folge der techni­schen Ent­ma­te­ria­li­sierung, die meisten Pro­dukte nur noch schwer objektiv beur­teilen. Die Design­quali­tät tritt an dieser Stelle als unbe­wusstes Indiz für die Pro­dukt­qualität ein. Ange­sichts von kaum unter­scheid­baren tech­nisch-funk­tio­nalen Vor­zügen aller Wett­bew­erber führt dies letzt­lich zum Kauf­ent­scheid bzw. zur Auf­trags­ertei­lung. Menschen haben Angst vor Fehl­in­vesti­tionen und Marken begegnen diesem Um­stand, indem sie ihrer Kund­schaft eine Risiko­reduk­tion an­bieten. Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen lassen sich auf diese Weise, bei gleich­blei­ben­den Produk­tions- und Betriebs­kosten, preis­lich höher posi­tio­nieren. Die Form ist ein realer Wert.

Darüber hinaus amorti­siert sich die Inves­ti­tion in ein Corpo­rate Design auch an anderer Stelle: Durch die Ver­wen­dung von kombi­nier­baren Design Bau­stei­nen findet in der visu­ellen Kommu­nika­tion eine Prozess­ver­ein­fach­ung statt, die zu einer erheb­lichen Reduk­tion der Ent­schei­dungs- und Ent­wick­lungs­zei­ten führt.

Identitätsmodell

»Man kann nicht nicht kommunizieren.«
Paul Watzlawick

Ähnlich wie Personen hinterlassen auch Unter­nehmen einen Ein­druck. Unter­nehmen, die sich dazu ent­schie­den haben, ihren Ein­druck auf andere bewusst zu steuern, können auf das nach­ste­hende Identi­täts­modell zurück­grei­fen. Es beschreibt die Hand­lungs­instru­mente, die auf Basis eines fest­geleg­ten Selbst­bil­des in ein­heit­lichem Rahmen nach innen und außen zur Dar­stel­lung zu bringen sind. Ziel des Identi­täts­modells ist die An­glei­chung von Fremd- und (defi­nier­tem) Selbst­bild. Das Fremd­bild ist die Summe der Ein­drücke, die Mitar­bei­tende, Kund­:innen und die Öffent­lich­keit von einem Unter­nehmen haben. Für die mög­lichst hohe Über­ein­stim­mung von Fremd- und Selbst­bild, stehen dem Unter­nehmen drei wesent­liche Instru­mente zur Ver­fügung: sein Ver­hal­ten, seine Bot­schaft und seine Form. Da es sich beim Sehen um den am wei­tes­ten ent­wickel­ten mensch­lichen Sinn handelt, ver­wundert es nicht, dass die Form für die Beur­tei­lung eines Unter­nehmens einen hohen Stel­len­wert ein­nimmt. Dabei besteht das Corpo­rate Design aus Basis­ele­men­ten die mittels wieder­keh­ren­der Prin­zip­ien organi­siert sind. Sie ermög­lichen Differen­zier­bar­keit und quali­ta­tive Ein­ord­nung. Die drei Instru­mente sind die wahr­nehm­baren Berüh­rungs­punkte der Unter­nehmens­iden­ti­tät. Sie müssen in höchst­mög­licher Kon­gruenz zu ihrem Selbst­bild stehen; indem Über­zeu­gung und Han­deln zur Deckung ge­bracht werden.

Identitätsmodell

Selbst- und Fremdbild

Phasen

Wenn eine Auftrag­geber­schaft eine Anfrage für eine Dienst­leis­tung stellt, erwartet sie ein Angebot mit einem konkre­ten End­preis. Bei einem Corpo­rate Design hat sich hin­gegen das soge­nannte »Phasen­modell« eta­bliert. Statt einem Kom­plett­ange­bot beschränkt es sich ledig­lich auf jeweils nur eine einzelne von mehre­ren Phasen. Der Grund liegt zum einen in den beson­deren Erfor­der­nissen einer Ent­wurfs­tätig­keit, da hier erst noch etwas erschaf­fen werden muss, was noch nicht exis­tiert, und zum anderen daran, dass es sich bei einem Corpo­rate Design nicht um einen Zustand, sondern einen Pro­zess handelt, der über die gesamte Exis­tenz eines Unter­neh­mens andau­ert. So lässt sich der tat­säch­liche Auf­wand der einen Phase erst auf der Grund­lage der Ergeb­nisse der jeweils voran­gegan­genen Phase seriös ab­schät­zen. Auf diese Weise werden die Auftrag­geben­den aber auch mit in den Ent­wick­lungs­pro­zess einbe­zogen und bestimmen die Not­wendig­keit der ein­zelnen Maßnahme direkt mit.

Die Struktur des Phasen­modells besteht aus zwei Haupt­pha­sen. Die erste Haupt­phase ist die »Kon­zep­tion«. In ihr werden die grund­legen­den Basis­ele­mente eines Corpo­rate Designs, wie Wort- und/oder Bild­marke, Farb­klima, Haus­schrif­ten, Typo­gra­fie, Bild- und Formen­spra­che, Bewegung, Video­grafie, etc. her­gelei­tet, ent­wickelt und doku­men­tiert. Sie unter­teilt sich in die drei Unter­phasen der »Analyse«, des »Entwurfs« und der »Rein­zeich­nung«. In der zweiten Haupt­phase, der »Umset­zung« findet die Imple­men­tierung der zuvor erar­bei­teten Bau­steine auf konkrete Medien, im Digitalen, Gedruckten und Drei­dimen­sio­nalen statt. Ent­sprech­end der Anzahl der Medien eines Unter­neh­mens, kann sie Unter­phasen ent­hal­ten. Ein Ver­schwim­men der beiden Haupt­phasen sollte ver­mie­den werden.

Konzeption

Analyse

Ist Zustand, Selbst­bild, Werte und Quali­täten, Adressierte, praktische und ideelle Funk­tionen, Betrach­tung des Wett­bewerbs

Entwurf

Her­leitung der Bestand­teile aus Selbst­bild: Marken­zeichen, Farb­klima, Haus­schriften, Typo­grafie, Bild- und Formen­sprache, Video­grafie, etc.

Reinzeichnung

Ausarbeitung der im Entwurf erarbei­teten Bau­steine des Corpo­rate Designs als Vor­lage für die Produk­tion, Doku­men­tation der Ele­mente

Umsetzung

Digital

Web­sites, Apps, Internet­anwen­dungen, Netz­werke, Präsenta­tionen, Anzeigen, Filme, Banner, Anima­tionen, Dokumenta­tionen, etc.

Gedruckt

Geschäfts­papiere, Umschläge, Visiten­karten, Stempel, Kata­loge, Flyer, Zeitungs­beilagen, Bücher, Urkunden, Muster­mappen, Plakate etc.

Dreidimensional

Messe­stände, Archi­tektur, Raumge­staltung, Mitarbeiter­bekleidung, Beschil­derung, Leit- und Orientierungs­sys­teme, Fuhrpark­beschriftung, etc.

Konzeption

Es ist wichtig, dass die Unter­neh­mens­füh­rung Trag­weite und Nutzen der Identi­tät ihres Unter­neh­mens erkennt. Nur sie be­sitzt das Wissen und die Auto­ri­tät um einen solchen Pro­zess dauer­haft um- und durch­zuset­zen. Die dafür not­wen­digen Ent­schei­dungen werden zu Beginn der Konzep­tion in der Analyse­phase ge­trof­fen.

Analyse

Inner­halb von Arbeits­tref­fen, an denen Unter­neh­mens­füh­rung und aus­ge­wählte Mit­arbei­tende teil­nehmen, wird das Selbst­bild des eigenen Unter­neh­mens herge­lei­tet und doku­men­tiert.

Das Selbst­bild ist der Kern einer Marke. Es besteht aus kurzen präg­nan­ten Aus­sagen zu dessen Werten und Quali­tä­ten: Wer sind wir? Was ist unsere Hal­tung? Welchen Geist des Hauses erleben die Mitar­beiter-, Kund- und Liefe­rant:innen? Es hilft, in die Rolle eines Autors zu schlüpfen, der eine Figur für ein Bühnen­stück ent­wickelt. Wäre ihr Tempera­ment leben­dig, extro­ver­tiert und empha­tisch oder eher sach­lich, reser­viert und kühl? Wie schmeckt das Unter­nehmen? Wie fühlt es sich an? Wie klingt es? Exis­tiert ein Beruf­sethos, welches sich in einer typi­schen Art der Kom­muni­ka­tion und Ästhe­tik aus­drückt? Ver­fügt das Unter­nehmen über eine Histo­rie, die mythi­sches Poten­zial birgt? Was sind die spezi­fischen Fähig­kei­ten? Wo liegen Stärken und Schwächen? Bestehen Allein­stel­lungs­merk­male? Ist es möglich, bestimmte Themen­felder zu besetzen? Die Firma ERCO stellt bei­spiels­weise ihrem Selbst­ver­ständ­nis nach nicht in erster Linie Leuch­ten, son­dern Licht her und infor­miert über physi­ka­li­sche und psycho­logische Aspekte. Ein Unter­nehmen erwei­tert so seine Primär­kompe­tenz als Produ­zent und Dienst­leis­ter um die des Infor­mations­lie­feranten und ver­schafft sich damit einen intel­lek­tu­ellen Unter­bau. Welche Struk­turen gibt es? Wie soll das Unter­nehmen in fünf bis zehn Jahren aussehen? Reprä­sen­tieren die eigenen Medien das Unter­nehmen ange­mes­sen? Das vor­läufig erar­bei­tete Selbst­bild wird schließ­lich durch die Betrach­tung der Anzu­spre­chen­den und des Wett­be­werbs abge­rundet.

Dafür werden zunächst alle Merk­male der anvi­sier­ten Milieus zusam­men­ge­tra­gen: Sozio­demo­gra­fie, Geistes­haltung, Inter­essen und Werte­vor­stel­lung. Neben den eigent­lichen Kund­innen und Kunden ver­kennen Unter­nehmen oft die Bedeu­tung ihrer Iden­ti­tät für die eigenen Mitar­bei­tenden (Zulie­ferer und die Haus­bank). Solche, welche guten Gewis­sens dessen Werte ver­tre­ten können oder sich sogar mit diesen Iden­ti­fi­zieren, tragen ihre Über­zeu­gung aus freien Stücken weiter. Durch den ihnen mög­lichen Blick hinter die Kulis­sen, nimmt die eigene Beleg­schaft unter den Anzu­spre­chen­den (als Multi­pli­ka­to­ren) immer einen Sonder­sta­tus ein. Diver­giert das Selbst­bild mit dem tat­säch­lichen Ist-Zu­stand eines Unter­nehmens zu stark, wird es am ehesten von den eigenen Mitar­bei­ten­den als Pseudo-Iden­ti­tät ent­larvt, und in Folge seiner Unan­gemes­sen­heit Ableh­nung erfah­ren.

Sind die Adres­sier­ten einge­grenzt und ihre Merk­male be­schrie­ben, ist zu klären, welche Rolle die Produ­kte und Dienst­leis­tun­gen eines Unter­neh­mens in deren Leben spielen. Dabei erfüllen die meisten prak­tische und ideelle Funk­tio­nen. Erstere gehen aus der Gebrauchs­taug­lich­keit von Unter­neh­mens­pro­duk­ten und -dienst­leis­tun­gen hervor. Sie umfassen Intui­ti­vi­tät, Hand­ha­bung, tech­nische Quali­tät, etc. Diese harten Faktoren sind ratio­naler Natur und (rela­tiv) präzise benenn- und bewert­bar. Weitaus inter­es­san­ter sind oft die ide­ellen Funk­tio­nen, die den ver­schlüs­sel­ten imma­te­ri­el­len Mehr­wert eines Gebrauchs­gegen­stan­des oder einer Dienst­leis­tung beschrei­ben. Unter­nehmen können zur Pro­jektions­fläche jenseits ihrer eigent­lichen Unter­nehmens­leistung werden. Menschen haben seit jeher das Bedürfnis sich mit bestimmten Personen­gruppen, mit denen sie gemein­same Werte teilen, zu soli­dari­sieren und sich auch ebenso gegenüber anderen abzu­grenzen. In einer Zeit in der die Kulti­vie­rung des Indivi­duums einen immer höheren Stellen­wert einnimmt, suchen Menschen nach Möglich­keiten, um sich aus der Ano­nymi­tät der Masse heraus­zu­heben, mit Hilfe von Dingen auszu­zeich­nen und für andere erkenn- und einschätz­bar zu machen. Produ­kte und Dienst­leis­tungen die im Sinne ihrer Nutzer über einen passenden kultu­rel­len Mehr­wert verfügen, sind dabei (als Symbole und Produkt­sprache) hoch­will­kom­men. NIKE verkauft deshalb nicht in erster Linie Artikel für den Sport­bedarf, sondern die Werte Jugend, Vitali­tät, Energie und Sieg. Marken ermöglichen hier ideelle Mit­ei­gen­tü­mer­schaft. Neben der rein praktisch-funk­tio­nalen Sicht muss sich ein Unter­nehmen über seine ideelle Bedeu­tung im Klaren sein.

Wie eine Marke erlebt wird, wird zudem auch nach­hal­tig von der Wechsel­wir­kung mit anderen Marken beein­flusst. Ihr Erschei­nungs­bild unter­liegt einer kom­pa­ra­tiven Kon­textua­li­sie­rung. Rollen wie die des Konven­tions­stif­ters und Inno­va­tors einer Branche dienen als Fix­sterne, anhand derer die Menschen ein weiteres Unter­nehmen intui­tiv verglei­chen und einordnen. Hinsicht­lich einer strate­gischen Marken­ent­wick­lung sollte ein Unter­nehmen seine direkten Wett­be­wer­ber ana­ly­sie­ren, um sie als Kontrast­fläche des eigenen Auf­tritts nutzbar zu machen. Was unter­schei­det uns vom Wett­be­werb? In welche Segmente ist der Markt, den man bedienen möchte tradi­tio­nell unter­teilt? Im Abgleich mit den Bedürf­nis­sen der Adres­sier­ten lässt sich auch prüfen, ob der Markt bereits für alle über­zeu­gende Ange­bote bereit­hält oder es unbe­rück­sich­tigte Nischen gibt.

»Denn es geht nie nur
um die Sache selbst,
es geht immer auch
um das Bild, das man
von einer Sache gewinnt.«
Anton Stankowski

Entwurf

Das Corpo­rate Design ist die sicht­bare Form des Selbst­bil­des. Es muss aus ihm abgelei­tet werden. Die Ergeb­nisse der Analyse­phase finden hier ihre Entsprech­ung in Form, Farbe, Schrift, Bild, Bewegung und Zeichen. Wie die Tätig­keit eines Dol­met­schers ist die Entwurfs­leis­tung eine über­set­zende, in der verbale in visu­elle Elemente über­führt werden. Als Zwischen­ergeb­nis dieser Phase werden erste Anmutungs­kol­lagen (»Mood­boards«) und »hand­skiz­zierte« Lösungs­an­sätze zusammen­ge­stellt. Dies gibt allen Betei­lig­ten die Möglich­keit, auf anschau­licher Basis früh­zei­tig Vor­schläge und Gedanken zu disku­tieren und gemeinsam an den ersten Skizzen zu arbeiten. Aufgrund der im Selbst­bild defi­nier­ten Vorgaben wird schließ­lich ein Entwurf aus­ge­wählt und als Proto­typ reali­siert.

Maluma und Takete

Die »Maluma-Takete«-Aufgabe ist ein berühm­tes Experi­ment des Gestalt­psycho­logen Wolf­gang Köhler aus dem Jahr 1929. Er stellte Ver­suchs­per­sonen zwei Figuren vor und bat sie, ihnen eines der beiden Kunst­wörter »Maluma« oder »Takete« zuzu­ord­nen. Über­rasch­en­der­weise ordneten die meisten Menschen dem Wort »Maluma« die runde und »Takete« die spitze Figur zu. Hieraus wurde der Nach­weis abge­leitet, dass es eine intui­tive Verbin­dung zwischen Klang und Form gibt und sich folg­lich auch Werte in einer der unter­be­wuss­ten Erwar­tungs­hal­tung ent­spre­chen­den Weise vom Ver­balen ins Visu­elle über­setzen lassen.

Reinzeichnung

In der folgenden Phase der Rein­zeich­nung, werden nun die im Entwurf erarbei­teten Elemente, wie z.B. Marken­zeichen, Pikto­gramme, Illustra­tionen, Foto-/Video­gra­fien, Anima­tionen, etc., die bisher nur als grober Entwurf existier­ten, produktions­gerecht aus­ge­ar­bei­tet. Durch die Auswahl eines bestimm­ten Entwurfs existieren jetzt quasi »Design­gesetze«. Damit nicht nach geraumer Zeit die berühmte Frage aufkommt, »was das denn genau nochmal für eine Farbe war ?«, sollten die grund­le­gen­den Basis­elemente des Corpo­rate Designs in einem kurzen Doku­ment oder einer Unter­seite der Web­site des Unter­neh­mens dokumen­tiert werden. Dabei gilt: weniger, aber besser.

Umsetzung

In der Umsetzungs­phase werden die immate­ri­el­len Basiselemente des Corpo­rate Designs auf konkrete Medien imple­men­tiert. Aus finan­ziel­len und logis­tischen Gründen kann es sich kaum ein Unter­nehmen erlauben, alle seine Medien auf einen Schlag umzu­stel­len. Weshalb es sich anbietet, nach einer gemeinsam zu defi­nie­ren­den Priori­täten­liste zu ver­fahren. Der Prozess der Umsetzung erstreckt sich über die gesamte Unter­neh­mens­exsis­tenz – dauer­haft.

Um deshalb das Thema des Corpo­rate Designs auch als Auf­gabe in die Unter­neh­mens­struk­tur zu inte­grie­ren, sollte ein Unter­nehmen hier einen Mitar­bei­ter als Ansprech­partner ernennen. Unter­neh­mens­füh­rung und Ansprech­partner finden sich dann in regel­mäßigen Abständen zu einem Treffen ein. In diesem geht es um die Planung weiterer Maß­nahmen: Was soll als nächstes umge­setzt werden? Welche Corpo­rate Design Pakete haben Prio­ri­tät? Wie hoch ist das Budget für die einzelne Maß­nahme? Zudem werden die bisher umge­setz­ten Maß­nahmen (hin­sicht­lich ihres Erfolgs) einer kriti­schen Rück­schau unter­zogen.

»Design is so simple,
that’s why it is so complicated.«
Paul Rand

Wozu also all die Worte? Weshalb eine vor­geschal­tete Konzep­tion mit einer Analyse­phase und nicht gleich mit der Umset­zung begin­nen, wo sich doch hier auf den ersten Blick Zeit und somit Geld sparen ließe? Weil dies eben nur auf den ersten Blick der Fall ist. De facto treibt man so wie ein Schiff auf offener See ohne Navi­ga­tion und Kompass. In der Praxis führt dieser Ansatz zu höheren Kosten, einer längeren Ent­wick­lungs­zeit, Inef­fi­zienz und – was bedeutend ist – letztlich zu einem minder­wer­ti­gem, aus­tausch­baren Ergeb­nis. Denn in der Beschrei­bung des Pro­blems liegt die Lösung. Des­halb ist die Analyse so wichtig: Je genauer man ein Problem be­schreibt, desto näher ist man bereits zu dessen Lösung gelangt.

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